im denken der inka ist die zeit nichts anderes als eine abfolge von weltenwenden, jenen momenten, in denen eine geschichte endet und eine andere beginnt. das eine kann ohne das andere nicht existieren. auf den untergang der bestehenden welt folgt die wiederauferstehung in verbesserter form. die zukunft ist zum großen teil eine neuinterpretation von fragmenten der vergangenheit und der gegenwart. erfahrungen und erinnerungen ueberdauern die zeit. so wird die ferne zukunft als ethno-utopie in jedem falle ein positives zeitalter sein, in dem die rueckbesinnung auf alte traditionen, auf herkunft, auf die urspruenge der eigenen geschichte eine enorme rolle spielt.
diesen gedanken greift das modell auf, indem es gegenwaertiges (traditionelles gewebe aus peru in klassischer verarbeitungsweise) mit etwas altem (elemente historischer inkatrachten   kombiniert mit der klaren formensprache alter industriebauten) zu etwas zukunftweisendem zusammenfuegt. der sonnenkult ist zentraler bestandteil altperuanischer mythen. sonne bedeutet klarheit, sonne ist symmetrie, ist energie  und sie verlangt im modell als beruhigende gegenkraft eine relativ strenge laengsausrichtung, die aber in ihrer symmetrie spielerisch immer wieder gebrochen wird.