Tracht als Schutzhülle

Die traditionellen Tracht aus Peru, vielschichtige/-lagige  Röcke mit Poncho und Hut, bildeten die Grundlage der Inspiration. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Ethnotopia“ stellte ich mir die Frage, wie die traditionelle Tracht sich weiterentwickeln wird und welche Veränderung in dieser Entwicklung möglich wäre. Ebenso fragte ich mich, warum sich die Tracht überhaupt ändern sollte. In der Natur mutieren Tiere und andere Lebewesen meist als Folge der Anpassung an den sich verändernden Lebensraum. Diesen Gedanken griff ich in  Bezug auf die Tracht auf. Die Tracht erhält durch die Klimatischen Veränderungen eine Schutzfunktion, behält aber ihre traditionellen Elemente, wie Material und Form. Die Veränderung des Ponchos der auch den Kopf bedeckt und nur noch die Augen frei lässt soll einen Schutz vor Gift, Strahlungen oder ähnlichen anderen möglichen Umweltverschmutzungen darstellen, die in der zukünftigen Welt den Lebensraum des Menschen beeinflussen. Schutz soll auch die Wahl des Plastikmaterials darstellen.


 



Bei der Farbwahl habe ich mich auf blau und weiß als Kontrast festgelegt, welchen ich mit den klaren runden Formen bei der Stoffaufteilung unterstreichen wollte. Diese Klarheit symbolisiert für mich die gestalterische Form in der Zukunft. Einen anderen Kontrast ist durch die Oberflächenstruktur der verwendeten Materialien beabsichtigt. Die matte Struktur des peruanischen und des weißen Stoffes im Gegensatz zu dem Glanz des Plastik Stoffes und der blauen Kugeln, die den Poncho und den mittleren Rock als Borte schmücken, stellen den spannungsreichen Kontrast zwischen der ethnologischen und der zukünftigen Thematik des Titels „Ethnotopia“. In sich ist dieses Modell  eine Utopie, da sich beim betrachten der Entwicklung der globalen Gesellschaft die Aspekte, wie Trachten und Funktionalität, nicht verbunden werden, sondern mehr und  mehr eine Vereinheitlichung der Menschheit stattfindet und ethnologische Minderheiten verdrängt werden.
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